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07. Sep 2015 80

Im Morgan Plus8 durch die Wachau

Tagsüber den ganzen Tag im Morgan Roadster über wunderschöne Strecken durch die Wachau gefahren, und Abends die halbe Nacht durch die eleganten Weine der Wachau gekostet. So war meine Weekend-Trophy bei der diesjährigen GARANTA Wachau-Classic. Und das war schön so.
Tagsüber hat uns also das Veranstalterteam rund um Margareta und Harald mit einem perfekten Roadbook bei schönster Streckenführung vorbei an den Weingütern Jamek, Pichler, Alzinger, Knoll und Gritsch geführt - und Abends haben wir uns dann die Weine dazu gegönnt. Zu später Stunde wurde also meine Wachau-Classic Weekend-Trophy jeden Abend zum Flaschenslalom im Landhotel der Familie Pichler. Die "Streckenführung" dabei hat dann zumeist mein Freund und Jaguar-Clubkollege Bernhard vorgegeben, der die Winzer und Weine der Wachau gut kennt. Wer mich wiederum ein wenig kennt, dem erklärt sich wie von selbst, dass ich 1. in Gesellschaft von Freunden, 2. in der schönen Wachau, und 3. mit der Unterstützung umsorgender Wirtsleute, brav dem Wein zugesprochen habe - das 8 Zylinder Rover Triebwerk des Morgan hat sich da erstaunlich weniger Sprit gegönnt.
Bleibt noch die Frage offen, wie ich als Mercedes-S-Klasse-Fahrer in den cremefarbenen Morgan Plus8 gekommen bin? Warum Schiebedach und elektrische Festerheber eintauschen gegen keines von beiden? Warum auf den Comfort eines Mercedes Fahrwerks und der entsprechenden Bestuhlung verzichten, und dafür im fortgeschrittenen Alter - und somit unter eingeschränkter Beweglichkeit - in einen schmalen und tiefsitzenden Morgan mit Starrachse klettern? Warum die leise Eleganz gegen das rauhe Poltern tauschen? Und kann das Spass machen?
Eines gleich vorweg: das macht riesen Spass! Und bedanken kann ich mich dafür beim Christian Zettl vom Wachau-Classic Hauptsponsor GARANTA Versicherung, der mich zu dieser Weekend-Trophy als Beifahrer geladen hat. Bestimmt hat er schon von meinen Leistungen als Co-Pilot gehört - mein Ruf scheint meiner tatsächlichen Expertise vorauszueilen :-) und hat mich dieserarts für das GARANTA Weekend Team II verpflichtet, um somit vermeintlich auch gleich den Konkurrenten HERRENFAHRER Classic Team I entscheidend zu schwächen. Das hört sich vordergündig nach einem klugen Schachzug an, wäre mein beifahrerisches Talent nicht eher danaeisch. Wenn Christian das gewußt hätte, hätte er sich bestimmt nicht dieses hölzerne Pferd auf seinen Beifahrersitz geholt. Zu spät - kaum ausgesprochen, hab ich die Einladung auch schon angenommen.
Beim Prolog am Donnerstag hat Christian bestimmt noch die Hoffnung gehabt, dass meine Ansagen aus dem Roadbook am Freitag präziser und akurater werden - spätestens Freitag Mittags wird diese Hoffnung dann aber gegen Null geschwunden sein. Und an einen Gesamtsieg, wie es ihm gerade erst zuvor bei der Saalbach-Classic gelungen ist, wird er wohl ab diesem Zeitpunkt nicht mehr gedacht haben. Aber er hat es mit Humor genommen - davon hat er glücklicherweise genug. Und so haben wir den Freitag zwar mit dem 16. Platz beendet, hatten dabei aber dennoch viel Spass.
Am Samstag ging's dann erstaunlicherweise doch eine Spur besser, vielleicht weil ich mittlerweile durch den vielen Wachauer Wein schon quasi "ortskundig" geworden bin, und dadurch die Streckenführung intuitiv erahnen konnte. Vielleicht auch, weil ich mittlerweile - dank eines verbesserten Zeitgefühls durch Veltliner und Riesling - die Sekunden gelassener von der Stoppuhr abgezählt habe. Jedenfalls haben Christian und ich die GARANTA Wachau-Classic Weekend-Trophy mit einem 4ten Gesamtrang, und einem dritten Platz in unserer Epoche beendet. Platziert noch vor Rallye-Legenden wie Rudi Stohl und Herbert Grünsteidl. So gesehen dürften wir als Team doch ganz gut funktioniert haben, den rein von der Fahrerseite gelingt das wohl eher nicht ;-)
Und das taktieren um die Teamwertung der Weekend-Trophy hat das Schweizer Team Zuger Kirsch für sich entschieden. Mit schweizer Uhren, schweizer Präzission, schweizer Teamgeist und natürlich viel Zuger Kirsch.

Einige der Zuger Kirschen - das siegreiche Team der Weekend-Trophy Teamwertung

Fazit: Die GARANTA Wachau-Classic war auch heuer wieder eine ganz tolle Veranstaltung, und die Weekend-Trophy der Wachau-Classic kommt dabei meinen sportlichen Ambitionen sehr entgegen. Der Harald und sein Team-Neger finden immer wieder herrliche Strecken in dieser wunderschönen Landschaft, die man so noch nicht kannte. Der Wein schmeckt auch heuer wieder ganz ausgezeichnet - Land & Leute sind einladend freundlich. Und im GARANTA Weekend Team fühlte ich mich nicht nur gut versichert, sondern auch bestens aufgenommen. Es war sehr schön - es hat mich sehr gefreut.

Vielen Dank an all jene, die ihre Teil dazu beigetragen haben in den nachfolgenden Links:
Für das Foto oben vom Wachauring bedanke ich mich bei Wolfgang Simlinger - anbei auch noch ein paar Bilder aus meinem Handy:
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