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04. Mar 2014 40

Das Comeback der Schneerosen-Rallye

Am 8. März steigt in Raabs an der Thaya und in Pfaffenschlag die erste Neuauflage der Schneerosen-Rallye. Exakt 60 Teams werden die Rallye in Angriff nehmen - davon 19 Historische. Und ganz vorne mit dabei unser Freund Kurt Göttlicher.
Kurt ist begeistert und jubelt: „Diese Rallye ist sensationell! Sie erinnert an alte Semperit-Zeiten, die Sonderprüfungen sind ein Hammer! Mit 54 Teams gibt es so viele österreichische Starter, wie man sie heutzutage erst einmal zusammenbringen muss. Wir haben 19 ‚wahnsinnige‘ Historic-Teams. Und dann noch die Markenvielfalt! – von Alfa Romeo über Lancia bis Volvo gibt es alles, was das Rallyeherz begehrt."
Eröffnet wird jedenfalls durch die "Historischen" mit der 9,76 Kilometer langen SP „Pfaffenschlag“, es folgt die 11,83 Kilometer lange SP „Arnolz“. Nach einem kleinen Service in Pfaffenschlag werden die beiden Prüfungen erneut absolviert. Das Mittagsservice wird wieder in Raabs abgehalten, am Nachmittag stehen die Prüfungen „Neu Riegers“ (12,59 km) und „Modsiedl“ (11,42 km) in zwei Durchgängen auf dem Programm. Insgesamt werden 91,2 Sonderprüfungskilometer zurückgelegt, die Gesamtdistanz beträgt 247,18 Kilometer.
Der Kurt hat mir für Zuseher den Vormittag in Pfaffenschlag empfohlen. Ich werd dort sein - vielleicht bist du auch dort, und man sieht sich.

Über die Scheerosen-Rallye

Das Comeback der Schneerosen-Rallye bildet den Auftakt zur Austrian Rallye Challenge (ARC), zur Austrian Rally Trophy (ART), zum Historic Rallye Pokal der OSK (HRP) und auch zur neu gegründeten Niederösterreich Rallye Trophy. Veranstaltet wird die Schneerosen-Rallye von der Austrian Rallye Challenge Association (ARCA) unter der Leitung von ARC-Mastermind Folkrad Payrich.

Möglich wurde die Rückkehr des geschichtsträchtigen Namens durch ein „Okay“ von Sepp Pointinger, seines Zeichens ein umtriebiger Rallyepilot und langjähriger Obmann des MSC Purkersdorf. Dieser Motorsportklub hat die Schneerosen-Rallye am Beginn der Siebzigerjahre ins Leben gerufen, schon damals unter der Ägide Pointingers. Der Niederösterreicher gibt zwei Gründe für das Einverständnis des „Schneerosen-Revivals“ an: „Zum einen feiert der MSC Purkersdorf heuer sein 50-jähriges Bestehen - da ist es uns eine Freude, der ARCA den Namen Schneerosen-Rallye zu überlassen. Zum anderen ist ein Grund dafür auch, dass die neue Schneerosen-Rallye zu einem großen Teil auf den originalen Sonderprüfungen abgehalten wird, womit also nicht nur ein Name zurückkehrt.“

Die Geschichte der Schneerosen-Rallye

Zunächst wurde die Schneerosen-Rallye mit Start und Ziel in Purkersdorf abgehalten, doch 1978 übersiedelte man auf Anraten Sepp Pointingers in das Waldviertel, nach Waidhofen an der Thaya. Skurril liest sich aus heutiger Sicht der Dinge folgendes Detail: Weil Pointinger 1979 im Procar-Team von Dr. Helmut Marko als Mechaniker zu arbeiten hatte, musste die Schneerosen-Rallye in diesem Jahr kurzerhand pausieren. 1980 wiederum kam die Schneerosen-Rallye unerwartet zu ÖM-Ehren. Pointinger erzählt: „Nach der Absage der Wienerwald-Rallye fehlte ein ÖM-Lauf – wir haben uns den ZV Baden ins Boot geholt und veranstalteten zum ersten Mal einen Lauf zur Österreichischen Staatsmeisterschaft.“

Für die folgenden Jahre wurde Waidhofen zu einer Art „Mekka des heimischen Rallyesports“, wie sich Pointinger mit einem Schmunzeln erinnert: „Kurze Zeit fuhren wir sogar zweigleisig und veranstalteten auch die Semperit-Rallye. Als das Ganze jedoch Dimensionen erreichte, die einem kleinen Klub wie dem MSC Purkersdorf finanziell nicht mehr zuzutrauen waren, übersiedelten wir mit der Schneerosen-Rallye nach Heidenreichstein-Litschau.“

Pointinger fügt hinzu: „Auch hier wurden wir wieder Wegbereiter und gruben legendäre Sonderprüfungen wie den Langauer Forst wieder aus.“ Die originale Schneerosen-Rallye gab es noch bis 1986 – doch dann war Schluss: „Zeit und Geld waren damals schon ein wichtiger Faktor – wir haben dann beschlossen, von einer weiteren Durchführung der Schneerosen-Rallye Abstand zu nehmen.“
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