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14. Jul 2013 81

Privater Rallyelehrgang mit Kurt Göttlicher

Am vergangenen Freitag war es endlich soweit, und unsere kleine private Schulung mit Rallylegende Kurt Göttlicher konnte stattfinden. Der Nordring in Fuglau stand für uns bereit, und Kurt brachte seine Rallyefahrzeuge mit. Einem aufregendem Nachmittag stand also nichts im Weg.

Zur Vorgeschichte:

Schon vor einigen Monaten haben wir über einen gemeinsamen Bekannten ein Treffen mit der Rallyelegende Kurt Göttlicher vereinbart, um mit ihm die Möglichkeiten einer kleinen aber feinen privaten Rallyeschulung zu besprechen.

Schon dieser Abend war sehr aufregend, weil uns der Kurt mit Geschichten und Anekdoten aus seinem Rallyeleben unterhielt. Auch die Rahmenbedingungen für unsere Schulung waren schnell abgeklärt. Kurt hat es auf sich genommen alles zu organisieren - den Ring und die Autos. Da er noch alle seine Autos aus seiner aktiven Zeit besitzt und auch jetzt noch in der historischen Rallyeszene mitmischt, hat er noch einige einsatzbereite Fahrzeuge zur Auswahl, die er uns zur Verfügung stellen konnte.

Die ersten Termine im Frühjahr, die Kurt mit Franz Eisenhauer - dem Betreiber vom Nordring - vereinbarte, hat es uns erst verschneit und dann verregnet. Der für vergangenen Freitag angesetzte Termin hielt dann endlich, und wir konnten bei bestem Wetter die Sache angehen.
Gleich vorweg, es war unheimlich toll, wie sich der Kurt und seine liebe Beifahrerin Silvia um alles kümmerten. Als wir am Nording ankamen, standen nicht nur die Autos bereit, sondern auch eine Heurigengarnitur war schon aufgebaut und auf dieser standen Snacks, Getränke und ein herrlicher Kuchen bereit. Und auch seinen Rennmechaniker, den Franz, hat der Kurt mitgenommen. Für alle Fälle.

Einfach geil.

Der Kurt hat zwei Autos mitgebracht. Einen Ford Escort RS Cosworth und einen Ford Sierra Cosworth, beide Gruppe A, beide 4x4, beide mit Garrett-Abgasturbolader, beide von Mike Taylor (MTD) in England brettlhart aufgebaut, beide mit Schotter-Schlapfen bereift, der Escort 300 PS satrk (0-100 km/h in 4,9 Sekunden), der Sierra ca 280 PS. Beides ehemalige Wettbewerbsfahrzeuge vom Kurt mit denen er internationale Rennläufe bestritten und gewonnen hat. Und jetzt standen sie uns zur Verfügung: dem Bienen Kurt (http://mrbien.herrenfahrer.com), dem Hummel Clemens (http://humm.herrenfahrer.com) dem Busdriver Georg der auch seinen Junior mit hatte (http://kabinenparty.herrenfahrer.com), und mir.
Zuerst ist der Kurt mit jedem von uns ein paar Runden Taxifahrten gefahren, um uns die Strecke und die Einlenk- und Bremspunkte, sowie die Driftpassagen zu zeigen. Die erste Runde gemächlich zum mitdenken, die weiteren Runden schon "recht beschleunigt" aber "nicht voll", um uns zu vermitteln wo die Reise hingeht. Das hat schon mal saugeil begonnen und war schier unpackbar.

Dann gab's Fahrerwechsel und er Kurt hat sich bei jedem von uns für ein paar Runden auf den Beifahrersitz gesetzt, um uns Instruktionen zu geben: "Gas, Gas, Gas, gegenlenken, gegenlenken, Gas, Gas, Gas, ...".
Ich bin gleich mal bei der ersten Kurve ausgeritten, weil ich seinen Instruktionen nicht ordentlich gefolgt bin. Das war mein erstes Drifterlebnis mit einem Allradler und als der Escort übersteuerte bin ich feige vom Gas gegangen, statt den Instruktionen zu folgen: "Gas, Gas, Gas, draufbleiben, gegenlenken, gegenlenken, draufbleiben ...". Aber dieser kleine Abflug, der ohne weitere Folgen blieb, war mir eine gute Erfahrung für alle weiteren Kurven und Drifts.

Dann folgten unsere Solofahrten, wo wir uns einander mit den Fahrzeugen abwechselten und unsere Performance von Runde zu Runde verbesserten. Die meisten von uns favorisierten den Sierra, der mit seinem längeren Radstand zwar in den engen Passagen etwas schwerfälliger war, dafür aber bei den langen Drifts gutmütiger und fehlertoleranter agierte und nicht so präzise unbarmherzig wie der Escort war. Wir erklärten ihn daher zu "unserem Sierra" - und der Kurt verstand die Welt nicht mehr. 

Das selberfahren war dann doch noch geiler als das mitfahren. Schade, dass 4 Stunden - solange stand uns der Nordring zur Verfügung - so schnell vergehen.
Zum Abschluss haben wir uns alle noch beim Gasthof Eisenhauer zusammengesetzt und sind mit Silvia un Kurt noch Geschichten und Fotos aus der Vergangenheit und aus der aktuellen "Historischen" durchgegangen.

Wir haben an diesem Wochenende die Silvia und den Kurt als sehr herzliche und freundschaftliche Menschen kennengelernt - und wir alle sind über diese Bekanntschaft sehr froh. Ich freu mich schon auf die Rallye Weiz (http://www.rallye-weiz.at) wo ich die beiden bei der Historic Staatsmeisterschaft besuchen und wiedersehen kann.
top 8
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Kommentare

kabinenparty
16. Jul 2013

Stimmt! ;-)

Busdriver & Fordfahrer (vornehmlich Cosworth)

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