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21. Apr 2016 62

Martin Pfundner überraschend im Alter von 85 Jahren verstorben

Der Begründer der Flugplatzrennen in Österreich, und bekannt als der Mann der die Formel 1 nach Österreich brachte sowie Mitgründer der Autorevue ist verstorben. Ein ganz Großer des historrischen Motorsports ist nicht mehr unter uns.
Martin Pfundner, geboren 1930 in Wien als Sohn eines autobegeisterten Glockengießers, nahm in den 1950er Jahren an sieben Österreichischen Alpenfahrten und vielen anderen Rallyes teil. Im Alter von 26 Jahren war er Initiator und Rennleiter des ersten internationalen Flugplatzrennens auf dem europäischen Kontinent in Wien-Aspern und baute dann das Flugplatzrennen Zeltweg bis zum Großen Preis von Österreich 1964 als Formel 1-Weltmeisterschaftslauf auf. Jochen Rindt half er 1965 beim Einstieg in die Formel 2, genau wie sieben Jahre später auch Niki Lauda.
Als Vorstandsmitglied der Fédération Internationale de l'Automobile (FIA) in Paris und Vizepräsident ihrer Internationalen Sportkommission (CSI) hat er die weltweiten Geschicke des Automobilsports ein Jahrzehnt lang wesentlich mitbestimmt. Ein halbes Jahrhundert nach seiner Wahl in die FIA wurde er kürzlich in Paris als "der Mann, der die Formel 1 nach Österreich brachte" mit dem FIA Heritage Cup ausgezeichnet.
Daneben war Martin Pfundner sein Leben lang auch schriftstellerisch tätig. Er war Mitgründer der "autorevue" sowie lange Jahre Chefredakteur von "Auto-Jahr" (Lausanne). Seinen bisher zehn automobilhistorischen Büchern fügte er 2014 "Die Formel 1 in Österreich" (Verlag Böhlau) als elftes und 2015 mit "The Rise and Fall of the French Alpine Rally" (Verlag Hollinek) das zwölfte hinzu.
Die Freunde vom Club Ventilspiel und Cinecraft haben über Martin Pfundner einen sehr schönen Film unter dem Titel "Der Mann der Die Formel 1 nach Österreich brachte" gemacht - ich hatte das Vergnügen bei der Premiere des Films dabei zu sein.
Kennengelernt habe ich den Martin Pfundner über den Jaguar Enthusiast Club und war von seiner charmanten und unterhaltsamen Art "Geschichten" zu erzählen begeistert - ich konnte ihm stundenlang zuhören.

In tiefer Trauer

Seiner lieben Frau, die einen ganz ähnlichen Wortwitz hat wie ihn Martin Pfundner pflegte, und seinen Hinterbliebenen und Freunden möchte ich mein tief empfundenes Beileid ausdrücken.
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Kommentare

eugen
21. Apr 2016

Es würde mich sehr freuen, wenn sich viele Herrenfahrer hier einer kurzen Beileidsbekundung anschliessen - ein ganz Großer des historischen Motorsports ist von uns gegangen:

principal
22. Apr 2016

Martin war für mich vor allem ein nobler Lehrmeister. Als ich ihn zur Vorstellung des Metro-Nachfolger des legendären Mini-nach England begleiten durfte, wollte er natürlich meine Meinung über das neue Auto wissen. Mehr als ein "Hm", war mir nicht zu entlocken. Martin darauf: "Bevor Du die Wahrheit schreibst, schreib bitte Nix." Der Metro hat sich selbst gerichtet. Martin hatte noch sehr viel vor, vielleicht können wir ihm noch einige Wünsche erfüllen. Verlassen hat er uns nicht, bloss die Seiten gewechselt. In Dankbarkeit, willy

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